Klassenfahrt der 9.3. nach Frankfurt am Main im Juni 2017

Montag, 19. Juni 2017, 9.00 Uhr: In der sommerlichen Hitze – am Mittwoch, den 21. Juni 2017, am Tag der Rückkehr, bis zu 36 Grad Celsius - ging es schließlich auf die viel besprochene und langersehnte Reise. Als Ziel ihrer Abschlussfahrt wählten die Schüler/innen der Klasse 9.3. die Stadt Frankfurt am Main aus. Die Busfahrt dorthin und das Hotel organisierten sie eigenständig. An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an Melina Grundmann, die sich im Vorfeld für das Gelingen der Fahrt besonders engagierte.

Leider war das an der S-Bahnstation Galluswarte gelegene Hotel (A&O Hotel) nicht wirklich für den Aufenthalt von jungen Menschen geeignet, weil sich besonders die Mitarbeiter an der Rezeption als intolerant erwiesen, als wären sie nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ auf die gängigen Vorurteile gegenüber Jugendlichen programmiert worden. Mit Unterstellungen über Verhalten, das so gar nicht stattgefunden hatte, vermiesten sie der Klasse und ihren begleitenden Lehrern, Herrn Hansen (Klassenleiter) und Frau Dr. Franke, den Aufenthalt. Schließlich galt es, vor Ort einmal ein ernstes Wort zur Verteidigung der Jugendlichen zu sagen. Eine offene Email von Frau Dr. Franke an den Gründer der Hotelkette in Berlin führt zu einer förmlichen Entschuldigung für das Verhalten seiner Mitarbeiter.

Nur ganze 3 Tage unterwegs sein zu können und dann mitten in der Woche in die Schule zurückkehren zu müssen, entsprach nicht ganz den Vorstellungen der Schüler/innen, wie sie nachher sagten. Doch während der Fahrt waren sie viel beschäftigt und am liebsten in Gruppen unterwegs, obwohl das gemeinsame Abendessen im Restaurant an der Hauptwache von allen gewünscht wurde. Auch an dem Parcours durch die Innenstadt bzw. die Museen und Ausstellungen, der am Dienstag, den 20. Juni stattfand, nahmen alle teil, bildeten Teams und lieferten ernstzunehmende Beiträge ab.

Gewonnen hat schließlich das Team von Lea Gröger, Melina Grundmann, Alex Hansens und Cori Stützel, weil es ihm gelungen ist, die Geschichte von der Landung eines aus dem Weltall kommenden Raumschiffes mit dem Thema der besuchten Ausstellung zu verknüpfen und in 10 fotografierte Bilder von überzeugender Qualität zu übersetzen.

Die Schüler/innen suchten sich für ihren Parcours die Ausstellung über die Farbe „ROT im Film“ aus, die zur Zeit im Deutschen Filmmuseum gezeigt wird.  Auf der Homepage des Filmmuseums ist zu der Ausstellung zu lesen, dass es um die Wirkung der Farbe Rot geht und um Beispiele dafür, wie mit ihr Bilder und unbewusste Eindrücke erzeugt werden. Höhepunkt der Ausstellung ist der sogenannte „RedRoom“, wo sich die Besucher der Ausstellung von der Farbe Rot regelrecht umgeben fühlen können, während sie zwischen durchscheinenden Stoffbahnen umhergehen. Die Farbsituation hat das Team dazu angeregt, die Welt der Menschen als Außerirdische zu betrachten, die an der Blutdürstigkeit und Grausamkeit der Menschen interessiert sind.

Kurzerhand erklärten sie das Foto des Innenraumes eines alten Lichtspieltheaters zum Innenraum ihres Raumschiffes. Mit dem Kunstgriff dieser inhaltlichen Überblendung war es ihnen dann im Sinne der Geschichte möglich, in der Ausstellung ihre eigenen Bilder und damit ihre Erfahrungen zu finden. In der Fotosequenz, die die Schüler/innen dann in den Wettbewerb schickten, stellt das zehnte und letzte Bild insofern eine erwähnenswerte Besonderheit dar, weil es ein Selbstporträt des Teams als Betrachtergruppe darstellt, in dem es in einem Bild von eigenständiger künstlerischer Qualität mit dem selbstgewählten Thema verschmilzt: Sozusagen das Team in seinem Element!

Eine prima Arbeit zu einer „heißen“ Farbe, die mit kühlen Dingen belohnt wurde! Und das bei 33 Grad Celsius im Schatten …

Auch das Team von Jan Dümmel, Paul Hofmann, Lukas Kroll, Sven Schiffers, Firat Tuncay,  Adrian Ulpins, Lucas Weßlerwarteten mit einer interessanten Idee auf: Sie besuchten das Skulpturenmuseum im Liebieghaus, wo es Figuren in der Spannbreite zwischen altägyptischer und klassizistischer Kunst zu sehen gibt.


 

Als unsichtbarer Außerirdischer beobachtete Lukas Kroll sein Team beim Betrachten der Skulpturen und stellte die Haltungen der Kunstwerke nach. In dem Moment, in dem er sich vor einer Skulptur auf den Boden kniete, wurde er für die anderen sichtbar …  Wie das eben so ist … mit den unergründlichen Dingen im Leben.

Die Schüler/innen hielten sich daran, an dem jeweiligen Ort vorher um Erlaubnis für das Fotografieren zu bitten.

Hier folgt nun der Parcours mit der Aufgabenstellung, wie er den Schülerinnen und Schülern der Klasse 9.3. von Frau Dr. Franke vorgelegt wurde:

PARCOURS FRANKFURT AM MAIN

Was IHR BRAUCHT…

Beobachtungsgabe, Orientierungsvermögen, gute Ideen, Witz, Kommunikationsfähigkeit, Sinn für Szenen und Bilder, Interesse an der Umwelt, ein Superteam und eure Handys

ERFAHRUNG … Gemeinsam!

Anfang: Landeplatz des Raumschiffes (siehe Stadtplan und Foto) - Weg durch die Innenstadt (1-2 Orte) - To Do: Film (ca. 8 Min.) oder Fotografien (10)|

Das Ganze beginnt am Landeplatz eures Raumschiffes. Ihr kommt von weit her aus dem Weltall, um die Stadt Frankfurt zu besuchen. Den Landeplatz müsst ihr erst ausfindig machen. Ein Foto soll euch dabei helfen. Erfindet dann eine kurze Geschichte, bei der einige Personen, von dem Landeplatz des Raumschiffes ausgehend, eine Handlung darstellen, die an 1-2 Orten und auf den Wegen dorthin oder von dort weg stattfinden kann. Die Informationen über die Orte könnt ihr auf dem Handy oder vorab im Web recherchieren und dann „irgendwie“ einbauen. Findet einen guten Titel für euer kleines Feature. Viel Freude und Entdeckergeist.

WOHIN GEHT ES?

In Frankfurt am Main gibt es viele spannende Orte, an denen ihr neue Dinge sehen und wo ihr Erfahrungen sammeln könnt. Gemeinsam findet ihr in der Innenstadt einen Weg, auf dem 1-2 Orte liegen, die euch besonders interessant vorkommen. Das kann der Fluss sein, die Museen, ein Eiscafé, ein Schaufenster, eine Haltestelle oder die Kleinmarkthalle… usw.

Bereich der Museen am Mainufer/Ausstellungen

Ausgesuchte Ausstellungen und Hinweise

  • Jüdisches Museum: zur Zeit im Umbau, es gibt jedoch Ausstellungen im Museum Judengasse
  • Liebieghaus: Skulpturensammlung (Kunstgeschichte: Altes Ägypten bis Klassizismus)
  • Städelmuseum: u.a. Ausstellung zur zeitgenössischen künstlerischen Fotografie
  • Deutsches Architekturmuseum: u.a. Ausstellung „Making Heimat“ – eine Ausstellung zur derzeitigen internationalen Migration von Flüchtlingen, insbesondere über die bei Ffm gelegene Ankunftsstadt für Flüchtlinge („Arrival City Offenbach“)
  • Deutsches Filmmuseum:u.a Ausstellung über die Farbe Rot im Film
  • Museum für Angewandte Kunst: u.a. Ausstellung über das Picknick
  • Museum für Moderne Kunst (MMK): u.a. Ausstellung „Primary Structures“, eine Ausstellung über Minimal Art, man könnte vereinfacht sagen über (sehr) einfache Formen und die Einheit, die sie im Raum bilden können (Kunst der 1960er und 1970er Jahre)
  • Historisches Museum: Museum über die Geschichte der Stadt Frankfurt, das gerade erst eröffnet worden ist

Startpunkt: siehe Stadtplan (am Eisernen Steg auf derSachsenhausener Seite des Main:  Graffiti, in der Form eines Raumschiffes)

GEWINN: EISBECHER FÜR JEDE PERSON AUS DEM TEAM, DAS DIE AUFGABE AM BESTEN MEISTERT!

 

 

 

 

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