Wie sich zwei Völker verstehen

oder was Mortagne-du-Nord und Horhausen verbindet

     

 

„Wege der Erinnerung“, so hätte der Titel des diesjährigen Austausches lauten können, denn 100 Jahre vor dem Besuch der Horhausener Austauschgruppe in Mortagne-du-Nord (September 2016) und dem Rückbesuch der jungen Französinnen und Franzosen im Westerwald (Mai 2017) tobte im dortigen Département Nord, nahe Belgien, der Erste Weltkrieg. Die Schlacht an der Somme wurde nur gut eine Stunde entfernt geschlagen. Eingedenk dieser geschichtsträchtigen Verbindung nehmen wir umso bewusster wahr, dass von Zwist, Nationalstolz oder gar Erbfeindschaft auf keiner Seite auch nur das geringste zu spüren ist.

Vor den Herbstferien, wie alle zwei Schuljahre, reisten 16 Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe mit viel Vorfreude im Gepäck im Rahmen des deutsch-französischen Schüleraustauschs nach Mortagne-du-Nord, wo sie drei Tage mit Schülern unserer Partnerschule, dem Collège Fernig, verbrachten und am französischen Familienalltag teilnehmen konnten.

Neben einer deutsch-französischen Erkundungsrallye durch den Ort stand auch ein Besuch in der Hauptstadt Flanderns auf dem Programm, so der Beiname der Stadt Lille, auch Geburtsstadt Charles de Gaulles. Als wir uns nach drei erlebnisreichen Tagen schweren Herzens verabschieden mussten, war unschwer in den Augen der Deutschen und Franzosen zu erkennen, dass uns unsere Freunde in dieser Zeit ans Herz gewachsen sind.

Die deutsch-französische Jugendgruppe freute sich im Mai 2017 über den Gegenbesuch im Westerwald: Sie verzehrten gemeinsam Eisbecher, die Ortsbürgermeister Thomas Schmidt spendierte, erklommen wagemutig das Wahrzeichen Willroths, den Förderturm des Industriedenkmals Grube Georg, und entdeckten Koblenz für sich.

Wie den französischen Jugendlichen „Horhausen“ noch lange in Erinnerung bleiben wird, so ist auch in den Köpfen der jungen Französischlernenden „Mortagne-du-Nord“ nun fest verankert, direkt verbunden mit den Begriffen „Reise/ voyage“, „Freude/ joie“, „Freunde/ amis“ und „Abenteuer/ aventure“. Die Tränen, die zum Abschied flossen, waren ein mehr als eindeutiges Zeichen.

Gibt es denn einen besseren Weg, den Jugendlichen neue Erinnerungen mit auf den Weg zu geben?

 

 

 

Wir sammeln!

Die IGS startet den Aufbau eines Schallarchivs!! Spenden Sie Ihre alten Platten …

Mehr...

 

Artikel zu aktuellen Themen rund um die IGS: