Zeitzeugin erzählt aus ihrer Kindheit in Theresienstadt

Die Theresienstadt-Überlebende Liesel Binzer an unserer Schule

Ein Bericht von Lisa Holzapfel

Aufgrund einiger antisemitischer und rechtsradikaler Vorfälle in der Mittelstufe der IGS Horhausen wie Hakenkreuzschmierereien oder das Ausführen des Hitlergrußes „aus Spaß“, sind die Schüler aus der Oberstufe, die der Anti-Rassismus AG angehören, aktiv geworden. Durch die Vermittlungsstelle „Zeugen der Zeitzeugen“ wurde die Theresienstadt-Überlebende Liesel Binzer eingeladen, die eine weite Reise auf sich nahm und gemeinsam mit dem Vermittler Daniel Müller am 26.02.2018 an unsere Schule kam.

Sie erzählte von ihrer bewegenden Kindheit als Jüdin und von dem Glück überlebt zu haben. Zudem sprach sie darüber, wie sehr sich ihre damaligen Erlebnisse in Form von unbegründeten Ängsten negativ auf ihre Kinder ausgewirkt haben. Liesel Binzer gab uns die Warnung mit, gerade in der heutigen Zeit, wo rechtsradikale Parteien wieder Gehör finden, mehr auf antisemitische Äußerungen zu achten und die Menschen darauf anzusprechen.

 

 

Jeder noch so kleine Schritt kann etwas bewirken.

Die Veranstaltung fand für die 11. und 12. Jahrgangsstufe der IGS im Mehrzweckraum statt. Besonders eindrucksvoll war es für die Schüler, die deutsche Geschichte von einer Zeitzeugin zu hören und nicht immer nur in Büchern zu lesen. Während des Vortrags von Frau Binzer lauschten die Schüler gespannt und interessiert.

Im Anschluss an den Vortrag durften von den Schülern Fragen gestellt werden. Hier war vor allem die aktuelle Politik ein großes Thema und die berechtigte Frage kam auf, ob Frau Binzer Angst habe, da seit langer Zeit wieder erstmals eine rechte Partei im Bundestag vertreten ist. Sie antwortete, dass sie die aktuelle Politik verfolge und tatsächlich Angst habe. Sie würde, sollte sich die Geschichte wiederholen, ins Ausland flüchten.

Wir Schüler sind froh, dass wir Zeugen der Zeitzeugin werden durften und hoffen, dass noch viele andere die Chance dazu haben werden.

 

 

 

 

 

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