Die Notambulanz und Wohnungslosen-Unterkunft des Caritasverbandes Koblenz

ein Bericht von Niclas Wilser

Über Obdachlose denken viele, sie seien faul, selbst an ihren Umständen schuld, und auch das Vorurteil, sie seien bewusst unhygienisch, hält sich hartnäckig in den Köpfen vieler. Da wir, die Anti Rassismus AG der IGS-Horhausen, jedoch durch die Abgabe der durch einen Cookie-Verkauf erwirtschafteten Spenden die Möglichkeit hatten, eine Notunterkunft/Notambulanz für Wohnungslose in Koblenz zu besuchen, können wir im Folgenden unsere Eindrücke teilen.

Als wir nämlich am 23.03.2017 den Caritasverband in Koblenz besuchten, wurde uns klar, wie falsch viele mit ihrer Vorurteilen wirklich liegen.

Durch die Einrichtungen führte uns Herr Fröhlich, der Chef-Intendant der Niederlassung, und brachte uns deren Funktionsweise näher. Er beantwortete zudem unsere Fragen zu Problematiken und möglichen Lösungsansätzen mit sichtlichem Engagement.

 


Von links: Herr Fröhlich, Frau Kopp, Felizita Lieske, Niclas Wilse, Patrizia Müller

Die Niederlassung in der Nähe des Koblenzer Schlosses hat vor allem ein primäres Ziel: wohnungslosen Menschen eine Postanschrift und weitere Unterstützung für einen Wiedereinstieg ins Berufsleben zur Verfügung zu stellen. In der Neustadt 20 sind mehr als 130 Personen gemeldet, eine Voraussetzung um sich für Arbeitslosengeld oder sogar nur ein Bankkonto bewerben zu können.

Jedoch wird Hilfesuchenden nicht nur eine Anschrift zur Verfügung gestellt: so können auch Sanitärprodukte, Medikamente und, zum größten Teil, Kleidung ausgegeben werden. Die Niederlassung verfügt zudem über eine provisorische Notambulanz für medizinische Notfälle und stellt Sanitäranlagen wie Duschen, Toiletten, sowie Waschmaschinen und Trockner, zumeist durch Spenden finanziert, zur Verfügung.

 

Die Kleiderspenden werden im Keller der Einrichtung im Stadtzentrum gelagert, und die hilfsbedürftigen Menschen können laut Herrn Fröhlich nicht genug gespendet bekommen.

Die nicht verwendbaren Kleiderspenden können im zugehörigen Second-Hand Shop verkauft werden. Dies finanziert dann indirekt den Erhalt und die Expansion der Niederlassung. Mehrere Stockwerke über der eigentlichen Ambulanz sind zudem noch zu WGs für obdachlose Menschen umfunktioniert worden. Sie bieten insgesamt Platz für maximal 16 Personen, welche abwechselnd schon seit 2007 auf unbegrenzte Zeit dort unterkommen können.

 

 

 

 

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