Darstellendes Spiel

Das Fach Darstellendes Spiel ist in Rheinland-Pfalz neben Musik und Bildender Kunst seit 2004 das dritte künstlerische Fach, das Schülerinnen und Schüler in der MSS dreistündig als Grundkurs belegen können.

Der hohe Praxisanteil dieses Fachs bietet viel Raum für Kreativität, erfordert aber gleichzeitig ein großes Maß an Disziplin von jedem Einzelnen. Darüber hinaus bedarf es der stetigen Bereitschaft zur Teamarbeit, da Szenen meist in Gruppen erarbeitet und vorgestellt werden.

Wer diese Voraussetzungen mitbringt, sich gern ausprobiert und ohne Scheu in andere Rollen schlüpft, wird im DS-Kurs beim Arbeiten sicherlich Spaß haben. 

„Die Bretter, die die Welt bedeuten“

Schillers Umschreibung für die Theaterbühne hat sicherlich jeder schon einmal gehört. Aber wie agiert man als Schauspieler auf diesen Brettern, wie vermittelt man Aussageabsichten, auch ohne diese konkret verbal zu formulieren? Und nicht zuletzt: Dekodieren wir als Zuschauer eine gespielte Szene alle gleich? An welchen Stellen ergeben sich Interpretationsspielräume und woran liegt das? Dies sind nur einige Fragen, die aufzeigen, wie eng die Praxis in diesem Fach an die Theorie gekoppelt ist, denn nach der Präsentation von Gestaltungsaufträgen schließt sich stets eine Reflexionsphase an.

In der MSS 11 gilt es zunächst, schauspielerische Grundfertigkeiten zu vermitteln. Hierzu zählen: Körperbeherrschung, Körperausdruck, Bewegung im Raum, Stimme und Sprache, Improvisation und Zusammenspiel. Natürlich widmen wir uns auch der Theorie, denn so wie bei einer Textanalyse sprachliche Mittel untersucht werden, gibt es in diesem Fach sogenannte „theaterästhetische Mittel“, deren Einsatz im Spiel erprobt und auf ihre Wirkung hin reflektiert wird.

Über den (Schau)Spieler als Ausdrucksträger hinaus beschäftigen wir uns aber auch mit akustischen sowie bühnenspezifischen Ausdrucksträgern, hier seien Geräusche und Requisiten als Beispiele genannt.
In der Jahrgangsstufe 12 ist Shakespeares Tragödie „Romeo und Julia“ der Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit dramentheoretischen Aspekten, Rollenbiografien und Monologgestaltungen, um nur einige Schwerpunkte zu nennen.

Des Weiteren widmen wir uns auch der Projektarbeit, in der Erlerntes in der Entstehung eines eigenen Stückes Anwendung findet und damit Freiraum für die Entwicklung eigener Ideen lässt.

In der MSS 13 rückt die Theorie zunehmend in den Vordergrund, indem theatertheoretische Konzepte besprochen und verglichen werden und die Theaterform als solche in ihrer historischen Entwicklung beleuchtet wird.

Pro Halbjahr wird eine zweistündige Klausur geschrieben, im 2. Halbjahr der MSS 12 setzt sich die Leistungsüberprüfung aus einer spielpraktischen Prüfung und einem theoretischen Teil zusammen.

 

 

 

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